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Teuchern

Das Wappen der Stadt am Rathaus

Einwohnerzahl:
3.300 (Stand: 31.03.2013) - Ortschaft Teuchern mit Ortsteilen

8.519 (Stand: 31.03.2013) - gesamte Einheitsgemeinde Stadt Teuchern

mit den Ortschaften Teuchern, Deuben, Gröben, Gröbitz, Krauschwitz, Nessa, Prittitz, Trebnitz mit Ortsteilen

Ortsteile:

  • Teuchern mit OT Bonau, OT Lagnitz, OT Schortau und OT Schelkau
  • Gröben mit OT Runthal
  • Nessa mit OT Obernessa,OT Unternessa, OT Dippelsdorf, OT Kössuln und OT Wernsdorf
  • Trebnitz mit OT Trebnitz-Siedlung und OT Oberschwöditz
  • Krauschwitz mit OT Kistritz, OT Kostplatz, OT Krössuln, OT Reußen und OT Zaschendorf
  • Gröbitz
  • Prittitz mit OT Plennschütz und OT Plotha
  • Deuben mit OT Naundorf und OT Wildschütz


Erste urkundliche Erwähnung:

  • Markt- und Stadtrecht erhalten 1480
  • Bonau 1350
  • Lagnitz 976
  • Schelkau 1268


Fläche der Ortschaft Teuchern:
16,61 km²

 

Gesamtfläche der Einheitsgemeinde Stadt Teuchern:

81,37 km²

 

Bürgermeister

Frank Puschendorf


Ortsbürgermeister
Dirk Angermann


Teuchern, zu dem neben der Stadt noch die Ortsteile Vorwerk Lagnitz, Schortau, Bonau, Lagnitz und Schelkau gehören, ist eine der ältesten Städte in unserer Region. Die bei mehreren Ausgrabungen gefundenen, bearbeiteten Steinwerkzeuge und Knochenreste der Frühmenschen weisen auf eine frühe Besiedlung bereits in der Jungsteinzeit hin. Der Name Teuchern ist höchstwahrscheinlich keltischen Ursprungs und bedeutet vermutlich "Herrensitz und Waffenplatz".

Nach dem Zerfall des alten thüringischen Königreichs siedelten sich hier die slawischen Sorben an. Westlich vom Zschelkesumpf, in unmittelbarer Nähe des heutigen Marktes, entstand ein hufeisenförmiges Wendendorf mit Namen Tucherini oder Ducherini. Die bisher nachweisbare erste urkundliche Erwähnung von Teuchern stammt vom 01.08.976, danach schenkte Kaiser Otto II. dem Stift Zeitz die Kirche zu Teuchern mit ihrem Kirchengute. Die Burg Teuchern war zu dieser Zeit kirchlich und auch verwaltungsmäßig der Mittelpunkt des Gaues Teuchern. Dabei war der Gau Teuchern damals größer als der heutige Kreis Weißenfels.

Im Jahre 1480 wurde Teuchern die Berechtigung verliehen, einen Pfingst- bzw. einen Herbstmarkt sowie auch Wochenmärkte stattfinden zu lassen. Damit wurde das bereits 1135 von Bischof Udo erlassene Marktrecht erneuert bzw. erweitert.

Nach dem Befreiungskrieg 1815 verlor das Königreich Sachsen einen Teil seines Besitzes und Teuchern wurde preußisch. Obwohl es den Einwohnern von Teuchern nicht leicht gefallen war, nach über 700-jähriger Herrschaft des Hauses Wettin, nun ein "Muss-Preuße" zu sein, vollzog sich die Umstellung leichter als viele befürchteten. In dieser Zeit begann sich die Stadt immer weiter zu entwickeln. Die Landwirtschaft und das Handwerk begannen enorm Fortschritte zu machen. In dem noch vorhandenen Kirchenregister werden öfter Torfgräber und Bergleute genannt.

Im Jahre 1834 wurden die beiden bis dahin immer noch selbständig existierenden Gemeinden, Kapitelsgemeinde und Gassengemeinde, vereinigt. Nur das Rittergut bildete noch eine Gemeinde für sich. Diese Vereinigung bewirkte einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung. Darüber hinaus entwickelte sich das Vereinsleben in Teuchern. Im Jahre 1840 hatte sich die Einwohnerzahl auf 1399 Bürger (um 1750 nur 430 Einwohner) erhöht. Wegen der sich immer mehr entwickelnden Braunkohleindustrie wurde in dieser Zeit die Weißenfelser-Zeitzer Landstraße gebaut. Die Entwicklung dieses Industriezweiges trug schließlich auch entscheidend dazu bei, dass die Zeitz-Weißenfelser Eisenbahn mit dem Knotenpunkt im Jahr 1859 entstand. Ein Zeichen des blühenden Aufschwunges Ende des 19. Jahrhunderts in Teuchern war die Entstehung zahlreicher stark verzierter Häuser, die teilweise heute noch stehen. Viele von denen wurden in den letzten Jahren wieder schön hergerichtet. Zu dieser Zeit hatte Teuchern ca. 5.500 Einwohner. In den beiden Weltkriegen wurde den Teucherner Bürgern sehr viel körperliches Leid zugefügt, glücklicherweise wurde aber die Stadt nicht zerstört. Durch die Zuwanderung zahlreicher Umsiedler nach dem 2. Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl auf über 8.000. Diese pendelte sich mehrere Jahre später auf etwa 5500 Bürger ein. Nach der Wende, im Jahre 1989/90, reduzierte sich die Einwohnerzahl auf derzeitig ca. 3.300.

Heute wird die Kleinstadt von einem neu gestalteten Marktplatz mit Rathaus, Ratskeller und Marktbrunnen geziert. Zahlreiche Häuser in diesem Bereich wurden saniert und strahlen im neuen Glanz. Hier befindet sich auch das Geburtshaus des bekanntesten Sohnes Teucherns, des 1674 geborenen Komponisten und Kapellmeisters Reinhard Keiser, an den die darin befindliche Gedenkstätte erinnert. Ein Wahrzeichen von Teuchern ist die 1610-12 erbaute evangelische Kirche "St. Georg". Durch die zahlreichen Restaurationsarbeiten der letzten Jahre ist es gelungen, sie vor dem Zerfall zu retten. Zu den Schätzen der Kirche zählen die an der südlichen Wand befindlichen "Bünauschen Grabsteine" aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, der achtseitige Taufstein aus dem Jahre 1542 sowie die im Stil der Spätrenaissance erbaute sogenannte "Herrschaftsloge". Die Glocken befinden sich nicht, wie allgemein üblich im Kirchturm, sondern im Glockenhaus, auf dem Glockenberg, nahe der Kirche. Unweit von hier, im Steinweg, baute die katholische Glaubensgemeinschaft 1993 ihre "Heilig-Kreuz-Kirche", eine Kirche moderner Prägung.

Das vor etwa 10 Jahren entstandene neue Wohngebiet "Das Mittelfeld", das mit ca. 70 Eigenheimen bebaut wurde, trug wesentlich dazu bei, dass die Einwohnerzahl von Teuchern (bereinigt durch die Eingemeindung) in den letzten 15 Jahren wesentlich geringer sank als in anderen Orten unserer Region.

Teuchern kann auf eine über 500-jährige Schultradition verweisen. Während anfangs die Schüler im Pfarrhaus bzw. durch "Hauslehrer" unterrichtet wurden, wurde in alten Akten bereits 1535 ein "Schulrektor" erwähnt, der die Existenz eines separaten Schulgebäudes schlussfolgern lässt. Die Schulgebäude der heutigen Grundschule wurden in den Jahren 1852, 1868 und 1883 gebaut und 1998-2002 saniert. Die ehemalige Sekundarschule in der Straße des Friedens wurde geschlossen und zu einem Ärztehaus umgebaut. Zur Bildung und Freizeit der Kinder und Jugendlichen stehen in unserer Stadt darüber hinaus eine Kindertagesstätte, ein Jugendclub und ein Freizeittreff zur Verfügung.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Teuchern wird einerseits durch die ca. 80 Handwerks- und Gewerbebetriebe und andererseits durch den großen Betrieb "Osterland Landwirtschafts GmbH" geprägt. Die Osterland GmbH hat sich mit ca. 160 Beschäftigten zum größten Arbeitgeber in unserer Stadt entwickelt. Auf etwa 4.200 ha gepachteter Nutzfläche werden u. a. Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Gemüse und Blumen angebaut. Seit 1996 betreibt dieser Betrieb auch eine eigene Fleischverarbeitung zur Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren von Tieren aus eigener Aufzucht. In der Kleinstadt Teuchern praktiziert eine außerordentlich hohe Zahl an Ärzten und Therapeuten. Insgesamt gibt es 14 medizinische Einrichtungen. Das Facharztzentrum am Markt und das Ärztehaus im ehemaligen Schloss im Park sind besonders erwähnenswert. In Teuchern finden sie ein sehr umfangreiches Angebot medizinischer Dienstleistungen der verschiedenen Fachbereiche. Neu entstanden ist ein weiteres Ärztehaus in der ehemaligen Sekundarschule und seit 2010 in Betrieb. Weiterhin finden Sie ein Altenpflegezentrum der Diakonie und eine Anlage für betreutes Wohnen (ebenfalls Diakonie) in Teuchern.

Einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des kulturellen Lebens unserer Stadt leisten die über 20 Vereine und Verbände. In Zusammenarbeit dieser werden die kulturellen Höhepunkte wie das Parkfest, der Weihnachtsmarkt und das Sängerfest organisiert.

Telefon (034443) 520
Telefax (034443) 52118

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.teucherner-land.de/